Prathamo Padeshah
Sentence 63
vahni stri pathi sevanam adau varjanam acharet ||63||
वह्निस्त्रीपथिसेवानाम् आदौ वर्जनम् आचरेत् ॥६३॥
vahni-strī-pathi-sevānām ādau varjanam ācaret ||63||
[Der Yogi] sollte sich im Fernhalten von Feuer, Frauen, Herumvagabundieren und ähnlichem üben. ||63||
vahni (वह्नि, vahni) = Feuer
stri (स्त्री, strī) = Frauen
pathi (पथि, pathi) = Straße
sevanam (सेवानाम्, sevānām) = gehen, herumlungern
pathi sevanam (पथिसेवानाम्, pathi-sevānām) = Reisen
adau (आदौ, ādau) = und ähnliches
varjanam (वर्जनम्, varjanam) = das Vermeiden, das Fernhalten
acharet (आचरेत्, ācaret) = üben, anwenden
Das Fernhalten vom Feuer kann unterschiedlich interpretiert werden:
- Einmal kann man darin das häusliche Feuer sehen, was dem Rat gleich kommt, sich nicht in einem luxuriösen Haus niederzulassen. Dies könnte zu Anhaftung an materielle Dinge führen und vom spirituellen Weg ablenken.
- Zum anderen kann man es auch als ein Feuer zum Kochen verstehen. Soll der Yogi sich etwa von roher, unerhitzter Nahrung nähren? Oder ist es mehr allgemein der Verzicht auf aufwendig zubereitete Nahrung zur Sinnesbefriedigung?
- Eine dritte und vielleicht schlüssigste Interpretation ist das Fernhalten vom Opfer-Feuer. Der Hatha-Yoga findet das Göttliche vor allem in sich selbst. Ein äußeres Opferfeuer lenkt von diesem inneren Weg nur ab.
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