Aufbauend auf die aufsteigende Meditation auf die Elemente bzw. Cakrāni geht der Yogin in die Versenkung auf seine Gottheit. Symbolisch in der Mitte des Schädels. Mit beharrlicher Übung erfährt der Yogin die Einheitserfahrung (samādhi).

Dattatreyayogashastra
samabhyaset 3. Person Singular Optativ
samPräfixabhiPräfixāsVerbalwurzel
er möge üben, er möge beharrlich praktizieren
tadā
tadāAdverb
dann, darauf
dhyānamAkkusativ Singular
dhyānaSubstantiv Maskulin
Meditation, Versenkung
ghaṭikāḥNominativ Plural
ghaṭikaSubstantiv Maskulin
Zeitmaß von umgerechnet ca. 24 Minuten
ṣaṣtīḥNominativ Plural
ṣaṣṭiZahlwort
sechszig
eva
evaPartikel
nur
ca
caPartikel
und
vāyumAkkusativ Singular
vāyuSubstantiv Maskulin
den Atem
nirudhyaAbsulotiv
niPräfixrudhVerbalwurzel
angehalten habend
dhyāyet 3. Person Optativ Singular
dhyaiVerbalwurzel
er möge konzentrieren, er möge fixieren
tu
tuPartikel
aber
devatāmAkkusativ Singular
devatāSubstantiv Feminin
Gottheit
iṣṭaTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
iṣṭaSubstantiv Neutrum
Wunsch
dāyinīmAkkusativ Singular
dāyinSubstantiv Maskulin
Erfüller

Dann soll er Versenkung (dhyāna) üben. Er soll seinen Atem für 60 Ghaṭika (60 mal ca. 24 Minuten) anhalten und sich auf die Gottheit konzentrieren, welche die Wünsche erfüllt.

saavy
saPartikel
mit
guṇaKarmadhāraya-Kompositum
guṇaSubstantiv Maskulin
Eigenschaft
dhyānam Akkusativ Singular
dhyānaSubstantiv Maskulin
Meditation
evam
evamPartikel
so, auf diese Weise
syāt3. Person Optativ Singular
asVerbalwurzel
es möge entstehen
aṇimaDvandva-Kompositum
aṇimaAdjektiv
unendlich klein
ādiTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
ādiSubstantiv Maskulin
usw.
guṇaTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
guṇaSubstantiv Maskulin
übernatürliche Fähigkeit
pradamAkkusativ Singular
pradaAdjektiv
verleihend
niravy
nirPräfix
ohne
guṇamAkkusativ Singular
guṇaSubstantiv Maskulin
Eigenschaft
kham Akkusativ Singular
khaSubstantiv Neutrum
den Raum
iva
ivaPartikel
wie
dhyātvāAbsulotiv
dhyaiVerbalwurzel
meditiert habend
mokṣaTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
mokṣaSubstantiv Maskulin
Erlösung
margamAkkusativ Singular
mārgaSubstantiv Maskulin
Pfad, Weg
prapadyate3. Person Singular Medial Präsens
praPräfixpadVerbalwurzel
er erreicht

Auf diese Weise entsteht die Versenkung (dhyāna) mit Eigenschaft (sa-guṇa), welche die die übernatürlichen Fähigkeiten verleiht unendlich klein etc. zu werden. Über etwas ohne Eigenschaften (nir-guṇa) wie den Raum meditiert habend erreicht er den Erlösungspfad (mokṣa-mārga).

niravy
nirPräfix
ohne
guṇaTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
guṇaSubstantiv Maskulin
Eigenschaft
dhyānaTatpuruṣa-Kompositum Akkusativ
dhyānaSubstantiv Maskulin
Meditation
saṁpannaḥNominativ Singular
saṁpannaAdjektiv
perfektioniert, erlangt
samādhimAkkusativ Singular
samādhiSubstantiv Maskulin
meditative Absorption, Samādhi, Einheitserlebnis
ca
caPartikel
und
tataḥ
tatasAdverb
dann
abhyaset3. Person Optativ Singular
abhiPräfixāsVerbalwurzel
er möge beharrlich üben
dinaTatpuruṣa-Kompositum Akkusativ
dinaSubstantiv Maskulin
Tag
dvādaśaTatpuruṣa-Kompositum Lokativ
dvādaśaZahlwort
zwölf
kenaInstrumentalis Singular
kimPronomen
durch was, in was, mit was
eva
evaPartikel
nur
samādhimAkkusativ Singular
samādhiSubstantiv Maskulin
meditative Absorption, Samādhi, Einheitserlebnis
samavāpnuyāt3. Person Optativ Singular
samPräfixavaPräfixāpVerbalwurzel
er erlangt
samPräfixzusammen
avaPräfixweg, ab, herab
āpVerbalwurzelerlangen

Ist die Versenkung (dhyāna) ohne Eigenschaften (nir-guṇa) erlangt, möge er beharrlich das Einheitserlebnis (samādhi) üben. In nur zwölf Tagen erlangt er das Einheitserlebnis (samādhi).

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  • An den 12 Tagen zweifle ich etwas... aber Versenkung ohne Eigenschaften ist definitiv erstrebenswert, egal wie lange es dauert....... An den 12 Tagen zweifle ich etwas... aber Versenkung ohne Eigenschaften ist definitiv erstrebenswert, egal wie lange es dauert.......

    • Die Gesamte Meditation ist ja noch länger:
      1) 5 Elemente (i.a. Chakren) je 2,5h => 12,5 Stunden
      2) Das göttliche in uns (i.a. im Kopf) 24 Stunden
      3) Verbindung mit dem absoluten göttlichen 12 Tage
       [...] Die Gesamte Meditation ist ja noch länger:
      1) 5 Elemente (i.a. Chakren) je 2,5h => 12,5 Stunden
      2) Das göttliche in uns (i.a. im Kopf) 24 Stunden
      3) Verbindung mit dem absoluten göttlichen 12 Tage
      Mit diesen Zeitangaben meditieren wir also 13 1/2 Tage. Ob das die Yogis damals wirklich so gemacht haben?

    • Oh, danke für die Antwort. Das bedeutet, dass wir aus heutiger Sicht über ein Ideal sprechen, da es nicht alltagstauglich ist. Wir verbringen unsere Tage ja nicht sitzend auf einem Kissen, sondern mit [...] Oh, danke für die Antwort. Das bedeutet, dass wir aus heutiger Sicht über ein Ideal sprechen, da es nicht alltagstauglich ist. Wir verbringen unsere Tage ja nicht sitzend auf einem Kissen, sondern mit Beruf, Familie, evtl. sonstigen Verpflichtungen. Kann es trotzdem sein, dass es vereinzelt Yogis gab, die das so praktiziert haben und demnach über eine tatsächliche Erfahrung sprechen?

    • Ja, das kann man so nicht umsetzen. Ich denke es macht auch aus heutiger Sicht gar keinen Sinn. Wir können mit genau dieser Technik ein wirklich tiefes meditatives Erlebnis haben mit kürzeren Zeiten. [...] Ja, das kann man so nicht umsetzen. Ich denke es macht auch aus heutiger Sicht gar keinen Sinn. Wir können mit genau dieser Technik ein wirklich tiefes meditatives Erlebnis haben mit kürzeren Zeiten. Z.B. 2,5 bis 10 Minuten pro Chakra.
      - So leite ich die Meditation an und praktiziere sie. So ist sie eine meiner Lieblings-Meditationen.