Fundamentals

parivritta trikonasana
परिवृत्त त्रिकोणासन

parivr̥tta
parivr̥ttaAdjektiv
herumgedreht
trikoṇaTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
trikoṇaSubstantiv Neutrum
Dreieck
āsana
āsanaSubstantiv Neutrum
Sitz, Haltung

Besonderheit: Diese Haltung scheint erst in den 80 er Jahren Teil der Aṣṭāṅga Yoga Übungspraxis geworden zu sein. Der Legende nach fügten westliche Schüler diese Haltung in Analogie zum Dreieck und gedrehten Dreieck ein. Dieser so entstandene gedrehte Winkel ist eine durchaus intensive Standhaltung. Pattabhi Jois soll sie anfangs “Crazy Āsana [Verrückte Haltung]” genannt haben. Doch da die Logik so einleuchtend ist, wurde sie dennoch allmählich Teil der traditionellen Übungsfolge. 

Im Traditionellen Count: Beginne direkt aus Vinyāsa 4 der vorherigen Bewegungsfolge.

Vinyāsa 1 - Einatmung:
Noch am Ende der fünften Ausatmung wende Deinen Blick nach unten zur linken Hand. Richte Dich einatmend mit dem Oberkörper auf. Drehe noch im selben Atemzug beide Beine. Positioniere nun Deine Füße so, dass Dein rechter Fuß gerade nach vorne weist. Dein linker Fuß befindet sich etwa eine Spanne breit innerhalb der Linie, welche die Mitte Deines rechten Fußes vorgibt. So kann sich Dein Becken bequem zwischen dem etwas breiteren Stand quer ausrichten (parallel zum kurzen Ende Deiner Yogamatte). Dein hinterer Fuß ist deutlich eingedreht (mehr als bei Utthita Pārśva Koṇāsana). Beuge Dein rechtes Knie, bis es sich senkrecht über Deinem Knöchel befindet. Breite Deine Arme, parallel zu Deinem Becken, aus (parallel zum kurzen Ende Deiner Yogamatte).

Vinyāsa 2 - Ausatmung, 5 Atemzüge:
Schiebe dann ausatmend Deinen Oberkörper mit der linken Flanke voran über Deinen rechten Oberschenkel. Platziere Deine linke Hand neben der Außenkante des rechten Fußes. Deine Finger weisen dabei in die gleiche Richtung wie der Fuß. Bringe Deinen rechten Arm in die Verlängerung der Linie, die zwischen rechter Flanke und linkem Bein entsteht. Verweile hier bis zur fünften Ausatmung.

Versuche: Um tief in die Drehung hinein zu kommen, platziere zunächst Deine rechte Hand auf dem rechten Oberschenkel. Schiebe mit dieser Hand Dein rechtes Knie diagonal nach innen. Runde bewusst Deine Wirbelsäule und strecke Deinen linken Arm weit über das mit der rechten Hand nach links geschobene Knie. Wiederhole diese Bewegung gerne einige Male, bis Dein linkes Schulterblatt über den rechten Oberschenkel rutscht. So hast Du eine optimale Ausgangsposition um die intensive Drehung entstehen zu lassen.

Vinyāsa 3 bis 4:
Noch am Ende der fünften Ausatmung wende Deinen Blick nach unten zur linken Hand. Richte Dich einatmend mit dem Oberkörper auf. Drehe noch im selben Atemzug Deine Füße und positioniere sie wie in Vinyāsa 1. Wiederhole von hier aus Vinyāsa 2 auf der linken Körperseite. 

Vinyāsa 5 - Einatmung:
Noch am Ende der fünften Ausatmung wende Deinen Blick nach unten zur linken Hand. Richte Dich einatmend mit dem Oberkörper auf. Drehe noch im selben Atemzug beide Beine und rutsche Deine Füße, bis diese parallel und symmetrisch zueinander stehen. Deine Arme sind horizontal ausgebreitet mit den Handflächen nach unten.

Samasthitiḥ - Ausatmung:
Schreite oder springe ausatmend mit beiden Füßen wieder in die Ausgangsstellung des neutralen Standes.

Ganz traditionell kannst Du hier direkt in den Bewegungsfluss der nächsten Haltung wechseln. In der AYI Methode folge dem Bewegungsfluss dieser Haltung noch für ein komplettes Vinyāsa. So behältst Du Wärme und Rhythmus optimal.

Vinyāsa 1 bis 9 und Samasthitiḥ:
Folge dem Dir bekannten Bewegungsfluss durch ein komplettes Vinyāsa.

Wechsele aus dem neutralen Stand in den Bewegungsfluss der nächsten Haltung.

Wirkung: Die Haltung des “Gedrehten Winkels”, Parivr̥tta Pārśva Koṇāsana, bringt eine intensive Rotation in Deinen gesamten Rumpf. Atmung und Rumpfflexibilität hängen eng zusammen. Denn nur so viel Luft kann in Deine Lunge hinein gehen, wie die Flexibilität Deines Rumpfes eine Ausdehnung ermöglicht. Analog kann nur soviel Luft Deine Lunge wieder verlassen, wie die Flexibilität Deines Rumpfes es ermöglicht. Da diese Haltung die Flexibilität Deines Rumpfes bereits maximal fordert, fällt das Atmen meist schwer. Atme bewusst weiter so tief, wie Dir das möglich ist. Die Atmung entwickelt weitere Flexibilität und die Flexibilität entwickelt Tiefe Deines Atems.

 

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