Fundamentals

parivritta trikonasana
परिवृत्त त्रिकोणासन

parivr̥tta
parivr̥ttaAdjektiv
herumgedreht
trikoṇaTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
trikoṇaSubstantiv Neutrum
Dreieck
āsana
āsanaSubstantiv Neutrum
Sitz, Haltung

Im Traditionellen Count: Beginne direkt aus Vinyāsa 4 der vorherigen Bewegungsfolge.

Vinyāsa 1 - Einatmung:
Noch am Ende der fünften Ausatmung wende Deinen Blick nach unten zur linken Hand. Richte Dich einatmend mit dem Oberkörper auf. Drehe noch im selben Atemzug beide Beine. Positioniere nun Deine Füße so, dass Dein rechter Fuß gerade nach vorne weist. Dein linker Fuß befindet sich etwa eine Spanne breit innerhalb der Linie, welche die Mitte Deines rechten Fußes vorgibt. So kann sich Dein Becken bequem zwischen dem etwas breiteren Stand quer ausrichten (parallel zum kurzen Ende Deiner Yogamatte). Dein hinterer Fuß ist deutlich eingedreht (mehr als bei Utthita Trikoṇāsana). Breite Deine Arme, parallel zu Deinem Becken aus (parallel zum kurzen Ende Deiner Yogamatte).

Vinyāsa 2 - Ausatmung, 5 Atemzüge:
Strecke Dich ausatmend vom Becken beginnend nach vorne, bis Dein Oberkörper die Horizontale erreicht. Rotiere dann erst aus der Brustwirbelsäule nach rechts. Setze Deine linke Hand mit der Handfläche nach unten an der Außenseite des rechten Fußes auf dem Boden auf. Dabei weisen die Finger in die gleiche Richtung wie der Fuß. Lasse die Rotation nach rechts weiter durch Deine Halswirbelsäule laufen und wende so Deinen Blick nach oben, der rechten Hand folgend. Verweile hier bis zur fünften Ausatmung.

Beachte: Die Lendenwirbelsäule solltest Du nach Möglichkeit nicht gleichzeitig beugen und drehen. Beim Hineingehen in die Haltung achte daher darauf, zuerst aus dem Becken heraus nach vorne zu kippen. Der gesamte Rücken behält hier seine natürliche S-Form. Nutze die Vorstellung Länge zu kultivieren um Schwebespannung zwischen den Wirbeln zu erzeugen. Erst wenn der Oberkörper die Horizontale erreicht hat, leite die Drehnung ein. Sie läuft also durch eine längs gestreckte, keine gebeugte Wirbelsäule.

Vinyāsa 3 bis 4:
Noch am Ende der fünften Ausatmung wende Deinen Blick nach unten zur linken Hand. Richte Dich einatmend mit dem Oberkörper auf. Drehe noch im selben Atemzug Deine Füße und positioniere sie wie in Vinyāsa 1. Wiederhole von hier aus Vinyāsa 2 auf der linken Körperseite. 

Vinyāsa 5 - Einatmung:
Noch am Ende der fünften Ausatmung wende Deinen Blick nach unten zur linken Hand. Richte Dich einatmend mit dem Oberkörper auf. Drehe noch im selben Atemzug beide Beine und rutsche Deine Füße bis diese parallel und symmetrisch zueinander stehen. Deine Arme sind horizontal ausgebreitet mit den Handflächen nach unten.

Samasthitiḥ - Ausatmung:
Schreite oder springe ausatmend mit beiden Füßen wieder in die Ausgangsstellung des neutralen Standes.

Ganz traditionell kannst Du hier direkt in den Bewegungsfluss der nächsten Haltung wechseln. In der AYI Methode, folge dem Bewegungsfluss dieser Haltung noch für ein komplettes Vinyāsa. So behältst Du Wärme und Rhythmus optimal.

Vinyāsa 1 bis 9 und Samasthitiḥ:
Folge dem Dir bekannten Bewegungsfluss durch ein komplettes Vinyāsa.

Wechsele aus dem neutralen Stand in den Bewegungsfluss der nächsten Haltung.

Wirkung: Die Haltung des “Gedrehten Dreiecks” bringt eine Rotation vor allem in die Brustwirbelsäule. Diese Rotation mobilisiert die Facettengelenke zwischen den einzelnen Wirbeln. So entsteht insgesamt, unabhängig von der Richtung, Bewegungsraum in der Brustwirbelsäule. Daher ist Parivr̥tta Trikoṇāsana eine gute Vorbereitung auch auf Vorbeugende Haltungen. Doch die Rotation mobilisiert nicht nur die Wirbelsäule, sondern verformt den gesamten Brustkorb. So erfahren die Brustorgane eine natürliche Massage und die Lunge kann sich in neue Richtungen entfalten.

 

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