2. Serie Nadi Shodhana

pashasana
पाशासन

pāśaMaskulinSchlinge, Fessel, Strick
āsanaNeutrumSitz, Körperhaltung

Besonderheit: Bei dieser Haltung ist es oft verwirrend welche Seite wir zuerst üben. Im Aṣṭāṅga Yoga ist dies stets die rechte Seite. In dieser Haltung leitete Sri K. Pattabhi Jois die Haltung als erste und damit rechte Seite an, bei der Du Dich nach Links drehst. Dein rechter Arm ist also vorne und greift um die Beine herum.

Im traditionellen Count: Beginne direkt aus dem Halt des “Nach unten blickenden Hundes” der vorherigen Bewegungsfolge.

Vinyāsa 7 - Einatmung, Ausatmung, Einatmung, 5 Atemzüge

Stoße Dich einatmend aus dem “Nach unten blickenden Hund” ab. Gleite so nach vorne oben in eine Balance auf den Händen. Beuge Deine Beine und ziehe Dich möglichst kompakt zusammen, während Du mit der Ausatmung langsam Deinen Körper zwischen den Armen absenkst. Platziere Deine Füße genau zwischen Deinen Händen. Wende Dich mit Deinem gesamten Oberkörper nach links. Schiebe Deinen rechten Arm links neben Deinen Oberschenkeln vorbei. Greife mit der rechten Hand vor den Unterschenkeln nach hinten und fasse Dein linkes Handgelenk. Vervollständige die Drehung Deines Oberkörpers mit einer Einatmung. Verweile hier bis zur fünften Ausatmung.

Beachte: Damit Dir das Greifen Deiner Hände hinter dem Rücken leichter fällt, kannst Du die schon in Parivr̥tta Pārśvakoṇāsana sowie Marīcyāsana C und D vorgestellten Technik anwenden. Schiebe aus dem tiefen Hocksitz mit der linken Hand beide Knie diagonal nach rechts. Nun kannst Du Deinen rechten Arm fast gerade nach vorne an Deinen Oberschenkeln vorbei strecken. Wiederhole das Schieben der Knie nach rechts und das Vorbeistrecken des rechten Arms so lange, bis Dein rechtes Schulterblatt mit der Außenseite des linken Oberschenkels in festen Kontakt kommt. Dann erst greife mit der linken Hand hinter den Rücken und fasse mit der rechten Hand Dein linkes Handgelenk.

Vinyāsa 8 - Einatmung, Ausatmung, Einatmung, 5 Atemzüge

Noch am Ende der fünften Ausatmung löse Deinen Griff. Drehe Dich dann einatmend zurück in die Neutrale. Mit einer weiteren Ausatmung und Einatmung bewege Dich analog zur zuvor praktizierten Seite in die Drehung hinein. Verweile hier ebenfalls bis zur fünften Ausatmung. 

Vinyāsa 9 bis 13

Folge dem Dir bereits bekannten Bewegungsfluss bis zum Halt im “Nach unten blickenden Hund”.

Wechsele im traditionellen Count hier direkt weiter in den Bewegungsfluss der nächsten Haltung.

Wirkung: Die Haltung von Pāśāsana, der Schlinge, baut Flexibilität in den Sprunggelenken auf. Sie schult Dein Gleichgewicht und entwickelt die Rotation. Diese Flexibilität in der Rotation ist eine optimale Vorbereitung für Rückbeugen und ermöglicht eine tiefe Atmung.


Fotograf: Richard Pilnick - www.richardpilnick.com

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  • Toll, dass nun auch die 2. Serie hier erscheint, genauso wunderbar beschrieben wie die erste – ich freu mich schon jetzt auf jede neue Asana! Toll, dass nun auch die 2. Serie hier erscheint, genauso wunderbar beschrieben wie die erste – ich freu mich schon jetzt auf jede neue Asana!