Meditation (saṁyama) vertieft sich durch Deine Praxis allmählich. Meditation ist dabei der innere Weg des Yoga. Doch selbst der tiefste Zustand ist noch oberflächlich im Vergleich zur spontanen Einheitserfahrung (nirbīja-samādhi).

Yoga Sutra 3: Über Ergebnisse der Yogapraxis
tadTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
taPronomen 3. Person
dessen
jayāt Ablativ Singular
jayaSubstantiv Maskulin
Meisterschaft
jayaSubstantiv Maskulin
jiVerbalwurzel
Sieg, Besiegung, Gewinn
jiVerbalwurzeletwas gewinnen, ersiegen, erbeuten
prajñaTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
prajñāSubstantiv Feminin
Wissen, Verstehen
prajñāSubstantiv Feminin
praPräfix j~naa |r
Wissen, Weisheit, Unterscheidung, Einsicht,
praPräfixvorwärts, hervor
jñāVerbalwurzelwissen, kennen
ālokaḥNominativ Singular
ālokaSubstantiv Maskulin
Licht
ālokaSubstantiv Maskulin
āPräfixlokVerbalwurzel
das Sehen, Blicken, Hinsehen; Licht, heller Schein, Schein
āPräfixnahe, hin
lokVerbalwurzelschauen, anschauen, betrachten

Aus der Meisterschaft (jaya) dieser (tad) [Meditation (saṁyama)] [entsteht] das Licht des Verstehens (prajñāloka).

Dr. Ronald Steiner - historisch-wörtlich


Meditation führt zu einem tiefen, inneren Verstehen. Dieses Verstehen beginnt bei dem Objekt Deiner Meditation, bleibt aber nicht auf dieses beschränkt. Alle Fragen lösen sich für Dich auf.

Dr. Ronald Steiner - moderner Transfer


Durch Erwerbung dieser [Allzucht] erfolgt das Licht des Verstehens.

Paul Deussen - 1908


By subduing sanyama, a discerning principle is developed.

James R. Ballantyne - 1852

tasyaGenitiv Singular
taPronomen 3. Person
dessen
bhūmiṣuLokativ Plural
bhūmiSubstantiv Feminin
Stufe
bhūmiSubstantiv Feminin
bhūVerbalwurzel
Erde, Erdboden; Fußboden; Stockwerk; Stufe
bhūVerbalwurzelwerden, entstehen, geschehen
viniyogaḥNominativ Singular
viniyogaSubstantiv Maskulin
Anwendung, Umsetzung
viniyogaSubstantiv Maskulin
viPräfixniPräfixyogaSubstantiv Maskulin
Anwendung, Verwendung, Gebrauch
viPräfixgetrennt, unterschiedlich, auseinander
niPräfixinnen, nach innen, innerhalb, zurück
yogaSubstantiv Maskulin
yujVerbalwurzel
Yoga, Verbindung, das Anschirren
yujVerbalwurzelschirren, anspannen

Die Umsetzung (viniyogaḥ) von dieser (tasya) [Meditation (saṁyama) [erfolgt] in [den drei genannten] Stufen (bhūmiṣu) [Konzentration (dhāraṇā), Versenkung (dhyāna), vollkommene Einheitserfahrung (samādhi)].

Dr. Ronald Steiner - historisch-wörtlich


Meditation ist ein allmählich tiefer werdender Prozess (viniyoga). Beginne einfach indem Du Dich konzentrierst (dhāraṇā). Mit der Zeit stellt sich Versenkung (dhyāna) und die vollkommene Einheitserfahrung (samādhi) von alleine ein.

Dr. Ronald Steiner - moderner Transfer


Ihre [der Allzucht] Verwendung geschieht den Stufen (2,27) entsprechend (stufenweise).

Paul Deussen - 1908


Sanyama is to be used in the modifications (of the Internal organ, Citta).

James R. Ballantyne - 1852

trayam Nominativ Singular
trayaZahlwort Neutrum
Dreizahl
trayaZahlwort Neutrum
triZahlwort
dreifach, dreigeteilt, dreierlei
triZahlwortdrei
antaraṅgamNominativ Singular
antaraṅgaSubstantiv Neutrum
inneres Glied, innerlich
antaraṅgaSubstantiv Neutrum
antaraṅgaSubstantiv Neutrum
das Innere, der innere Körperteil z.B- z.B.: Zunge, Herz, …
antarAdverbinnen, innerhalb, zwischen
aṅgaSubstantiv NeutrumGlied des Körpers, Körper, Glied oder Teil des Ganzen
pūrvebhyaḥDativ Plural
pūrvaAdjektiv
den Vorangegangenen, für die Vorangegangen

Diese drei (traya) [Konzentration (dhāraṇā), Versenkung (dhyāna), vollkommene Einheitserfahrung (samādhi)] [sind] die inneren Glieder (antraraṅgam) [im Vergleich] zu den Vorangegangenen (pūrvebhyaḥ) [fünf Gliedern. Diese sind Achtung gegenüber den Mitmenschen (yama) und gegenüber sich selbst, (niyama), Körperhaltung (āsana), zur Ruhe bringen des Atems (prāṇāyāma), Zurückziehen der Sinne (pratyāhāra)].

Dr. Ronald Steiner - historisch-wörtlich


Konzentration (dhāraṇā), Versenkung (dhyāna) und vollkommene Einheitserfahrung (samādhi) sind innere Stufen Deiner Praxis. Zumindest verglichen mit den körperlichen Übungen (āsana), der Kultivierung des Atems (prāṇāyāma) und der Sinneslenkung (pratyāhāra).

Dr. Ronald Steiner - moderner Transfer


Die drei [dhâraṇa, dhyânam, samâdhi] sind Innenglieder im Vergleich mit den vorhergehenden [fünfen].

Paul Deussen - 1908


The three Yogāṅgas (i.e. attention, contemplation and meditation) are more interior i.e. (immediately subservient to that kind of meditation in which there is disinct recognition i.e. samprajñātasamādhi than the first (five yogāṅgas, forbearance etc.).

James R. Ballantyne - 1852

tad Nominativ Singular
taPronomen 3. Person
diese
api
apiPartikel
sogar
bahisKarmadhāraya-Kompositum
bahisAdverb
außen
aṅgamNominativ Singular
aṅgaSubstantiv Neutrum
Glied
nirbījasyaGenitiv Singular
nirbījaAdjektiv
keimlos
nirbījaAdjektiv
nisPräfixbīja
keimlos
nisPräfixaußen, nach Außen, außerhalb, ohne
bījaSubstantiv NeutrumSame, Saatkorn, Korn; Keim, Element, Anfang, Ursprung

Diese (tad) [drei Glieder: Konzentration (dhāraṇā), Versenkung (dhyāna), vollkommene Einheitserfahrung (samādhi)] [sind jedoch] sogar (api) das äußere Glied (bahir-aṅgam) der [vollkommenen Einheitserfahrung (samādhi)] ohne Keim (nirbījasya).

Dr. Ronald Steiner - historisch-wörtlich


Konzentration (dhāraṇā), Versenkung (dhyāna) und vollkommene Einheitserfahrung (samādhi) sind jedoch zugleich oberflächliche Stufen Deiner Praxis. Zumindest verglichen mit dem keimlosen Zustand vollkommener Einheitserfahrung (nirbīja-samādhi).

Dr. Ronald Steiner - moderner Transfer


Auch diese [drei] sind Außenglieder im Vergleich mit der keimlosen [Versenkung].

Paul Deussen - 1908


Those three also aft exterior to the meditation without a seed (Nirbīja).

James R. Ballantyne - 1852

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